Matterhorn Project ist über 30 Jahre alt! Hier findest du einige Hintergrund-Informationen zu diesem einzigartigen Musikprojekt.

VON DER JINGLE-PRODUKTION ZUM ERFOLG mit MUH!

Matterhorn Project wurde Mitte der 80er Jahre von Stella & PJ Wassermann konzipiert. Die beiden Musiker hatten seit Anfang der 80er Jahre ihren Lebensunterhalt damit verdient, Radio-Jingles sowie Film- und Video-Soundtracks zu produzieren, um ihre künstlerischen Projekte, vor allem Schaltkreis Wassermann, zu finanzieren. Mitte der 80er Jahre leasten Stella und PJ einen Fairlight IIx, den ersten Sampling-Computer der Welt, und er war extrem teuer. Sie prahlten vor den Kunden, dass sie nun Kühe zum Singen bringen könnten. Ein Kunde wollte eine Demo, die schlussendlich gar nicht verwendet wurde, aber durch eine Verkettung von Umständen wurde „MUH!“  Nummer 2 in der Schweizer Hitparade und Nummer 5 in Südafrika. Die Scheibe wurde in ganz Europa und in Japan veröffentlicht. Mit einem guten Management wären die beiden jungen Musiker schnell zu Millionären geworden.

Noch ein Hit und das erste Album

MUH! war einer der ersten Schweizer Ethno-Pop-Songs und definitiv der erste mit einem technoiden Touch. Inzwischen ist dies zu einem eigenen Genre geworden. Nach dem großen Erfolg von ‚MUH!‘ 1985 kreierte Matterhorn Project die Nachfolge-Single ‚Yo-Lollo-Diuh‘, die sich auf das Jodeln von Heidi Blum konzentrierte. Diese erfahrene Sängerin hatte bereits einen kurzen, aber sehr beliebten Jodler zu’MUH!‘ beigetragen. Stella singt ebenfalls auf ‚Yo-Lollo-Diuh‘, und das Zusammentreffen dieser beiden so unterschiedlichen Stimmen macht den Reiz dieses Songs aus. In der Schweiz wurde ‚Yo-lollo-diuh‘ zu einem Top-Ten-Hit. Das folgende Album ‚Matterhorn Project‘ schaffte es aufgrund mangelnder Promotion durch die Plattenfirma nur auf Platz 26 der Schweizer Charts (Depeche Mode veröffentlichte zur gleichen Zeit ein Album, die Promoterin des Labels war ein grosser Fan dieser Briten und so ging das Mattpro-Album irgendwie unter …. typisch für das Musikgeschäft).

Image-Probleme

Der Erfolg von Matterhorn Project war zwiespältig für Stella & PJ Wassermann. Ihrer Fangemeinde von Schaltkreis Wassermann war der viel kommerziellere Charakter von Matterhorn Project suspekt. Die Künstler selbst genossen natürlich den Erfolg von MattPro und die damit verbundenen Belohnungen, aber im Grunde genommen wollten sie sich in eine andere künstlerische Richtung bewegen, mehr in die ernsthafte Popmusik einsteigen und ihre Gesangstalente einsetzen. Sie produzierten ein recht interessantes Folgealbum „Dancing to the Beat of Life“ und wollten es unter dem Namen „Stella & the Chips“ veröffentlichen, aber die Plattenfirma bestand auf dem Namen Matterhorn Project, was natürlich ein großer Fehler war. Die MattPro-Fans wollten mehr Kühe und lustiges Zeug und nicht Songs wie „30’000 Dollar“, ein Song über die weltweiten Militärausgaben pro Sekunde.

Noch ein Hit, aber schliesslich ein Flop

Danach versuchten die beiden jungen Künstler, mit dem Song „I’d Love to be your Tampax Now“ einen weiteren typischen MattPro-Hit zu produzieren, basierend auf dem berüchtigten durchgesickerten Telefonat zwischen Prinz Charles und seiner geheimen Geliebten Camilla. Zwei britische Schauspieler wurden angeheuert, um das Gespräch aufzuzeichnen. Der Song war ein solides und recht witziges Stück Popmusik. Zwei britische Plattenfirmen erkannten sein Erfolgspotenzial, zogen sich aber nach Rücksprache mit ihren Anwälten aus dem Projekt zurück. Nicht nur das Thema war zu skandalös, die Verwendung des Markennamens Tampax war noch problematischer.

Matterhorn Project legt sich schlafen

Stella & PJ Wassermann produzierten noch das dritte Album „Tek*Novelty“, das in Russland als Raubkopie erfolgreich war. Schön, aber da kam kein Geld herein, und die Künstler verloren das Interesse an Matterhorn Project. 1988 hatte Stella ihren Sohn Sean zur Welt gebracht und war glücklich als Mutter. PJ begann, andere musikalische Richtungen auszukundschaften und als Software-Entwickler das nötige Geld zu verdienen.

Matterhorn Project erwacht wieder

2007 hat das Schweizer Fernsehen eine grosse Show „Die grössten Schweizer Hits“ gemacht und Matterhorn Project zur Teilnahme eingeladen. Grosse Ehre, denn diese Sendung hatte die grösste Einschaltquote des ganzen Jahres. Und Grund genug, mit der EP „Moo!“ eine neue und sehr tanzbare Version von „MUH!“ zu veröffentlichen. „Moo!“ ist heute bei AppleMusic ein Dauerbrenner.

Und jetzt, 2018, erwacht das Matterhorn Project mit dem Ragga-Remix von „Yo-Lollo-Diuh“ plus einem 2018er Remake des 1985er Hits zu neuem Leben. Die EP „Yollo 2018“ wird am 9. November 2018 veröffentlicht. Mal sehen, was die Zukunft für Matterhorn Project bereithält……

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Not readable? Change text. captcha txt

Start typing and press Enter to search